Feuerwehr Stammham stellt Können bei Leistungsprüfung unter Beweis

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18.09.2026
Feuerwehr
Leistungsprüfung technische Hilfeleistung als Teil der Ausbildung und Qualifikation für den Feuerwehrdienst

Stammham (mla). „Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Stammham zur Leistungsprüfung
angetreten.“ Mit diesen Worten beginnt die Abnahme der Leistungsprüfung vor den Schiedsrichtern.
Nach dem Kommando „Absitzen“ läuft die Stoppuhr und für die Feuerwehrdienstleistenden beginnt
die Prüfung.


Die Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“ stand in der vergangenen Woche bei der
Freiwilligen Feuerwehr Stammham auf dem Programm. Gemeinsam stellten sich
Feuerwehrdienstleistende aus Stammham und Appertshofen der Herausforderung und bewiesen vor
den Schiedsrichtern der Kreisbrandinspektion des Landkreises Eichstätt ihr Können.
Bei der Prüfung wird ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person bei Dunkelheit
angenommen. Gefordert sind dabei nicht nur der sichere Umgang mit den technischen Geräten,
sondern vor allem ein geordnetes, eingespieltes und fachgerechtes Vorgehen der gesamten
Mannschaft.
Insgesamt traten zwei Gruppen an, um die Leistungsabzeichen in verschiedenen Stufen abzulegen.
Vor dem eigentlichen Aufbau standen zunächst verschiedene Zusatzaufgaben auf dem Programm.
Nach dem Auslosen der jeweiligen Funktionen mussten die Teilnehmer unter anderem ihre
Kenntnisse in der Gerätekunde unter Beweis stellen. Bei geschlossenen Geräteräumen galt es, die
Lage verschiedener Ausrüstungsgegenstände im Feuerwehrfahrzeug korrekt zu bestimmen sowie
deren Verwendung zu erläutern.


In den höheren Stufen wurden die Anforderungen weiter gesteigert. Bei einer Truppaufgabe mussten
jeweils zwei Feuerwehrdienstleistende bestimmte Geräte aus dem Fahrzeug entnehmen und den
Schiedsrichtern deren Funktion und richtige Handhabung erläutern beziehungsweise vorführen. Je
nach abzulegender Stufe gehörten außerdem Fragen zum Feuerwehrwesen sowie das Erkennen von
Gefahrgutsymbolen zu den Zusatzaufgaben für Mannschaft und Gruppenführer.
Zeitgleich war auch Premiere in Stammham für die Beantwortung der Fragebögen für den
Gruppenführer im digitalen Online-Verfahren.


Nach den theoretischen und praktischen Zusatzaufgaben ging es schließlich richtig zur Sache: Jede
Gruppe musste innerhalb der vorgegebenen Höchstzeit von 240 Sekunden einen kompletten Aufbau
für einen angenommenen Verkehrsunfall mit einem Pkw durchführen.
Dabei galt es, den hydraulischen Rettungssatz fachgerecht vorzunehmen und zu bedienen, das
Unfallfahrzeug sicher zu unterbauen, die Betreuung der verletzten Person zu gewährleisten, die
Einsatzstelle abzusichern und den Brandschutz sicherzustellen. Auch die erforderlichen
Rückmeldungen an die Leitstelle gehörten zum Prüfungsablauf. Nur wenn alle Handgriffe sitzen und
jedes Mitglied der Mannschaft seine Aufgabe beherrscht, kann das Übungsziel innerhalb der
vorgegebenen Zeit erreicht werden.
Als Schiedsrichter fungierten Kreisbrandrat Martin Lackner (1.von links) aus Stammham,
Kreisbrandinspektor Franz Waltl (3. von links) aus Pförring sowie Kreisbrandmeister Michael
Drätzl (2. von links) aus Hepberg.


Beide Gruppen absolvierten die gestellten Aufgaben innerhalb der Sollzeit zur vollsten Zufriedenheit
der Schiedsrichter. Im Anschluss konnten die erfolgreichen Feuerwehrdienstleistenden ihre
wohlverdienten Leistungsabzeichen entgegennehmen.


Folgende Teilnehmer legten die Leistungsprüfung erfolgreich ab:
Stufe1: Carina Welser, Maximilian Weitling, Lisa Probst, Felix Treib, Julian Huber, Stufe 2:
Benedikt Lins, Markus Mayer, Nadine Mayer, Stufe 3: Wolfgang Mühlbacher, Stufe 4: Florian
Veith, Stefan Binder, Jasmin Niefnecker, Stufe 5: Manuel Probst, Christian Karl, Erwin Rennich.


Die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte Erste Bürgermeisterin Maria Weber nach der
bestandenen Leistungsprüfung. Sie gratulierte den Teilnehmern zur erfolgreich abgelegten
Leistungsprüfung und dankte allen Aktiven für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement und ihre
Einsatzbereitschaft für die gesamte Gemeinde.


Auch Kreisbrandrat Lackner und Kreisbrandinspektor Waltl gratulierten zu den bestandenen
Prüfungen. In ihren Grußworten würdigten beide besonders das gute Miteinander der
Feuerwehrdienstleistenden aus Stammham und Appertshofen. Zugleich dankten sie den aktiven
Frauen und Männern für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre ständige Bereitschaft, sich für die
Sicherheit und zum Wohl ihrer Mitmenschen einzusetzen.


Für den Ersten Kommandanten Erwin Rennich (rechts) war es die erste Leistungsprüfung seit seiner
Wahl zum Kommandanten. Zum Abschluss dankte er allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für
ihren Trainingsfleiß und ihr Engagement während der zahlreichen Übungstage. Ein besonderer Dank
galt außerdem seinen beiden Stellvertretern Markus Mayr und Florian Veith, die maßgeblich für die
Vorbereitung und Durchführung der Übungen verantwortlich waren.


Foto: Anton Kolb